Legiano ist ein Vorzeigeprojekt der deutschen Stadtplanung, das seit Jahren zeigt, wie moderne Wohn- und Arbeitskonzepte mit ökologischer Nachhaltigkeit und sozialer Gerechtigkeit vereint werden können. Das Viertel im Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf ist nicht nur ein urbaner Hotspot für Kreative und Digital Nomads, sondern auch ein Labor für innovative Lösungen – von urbanen Farmen bis zu regenerativer Architektur. Die Stadtentwicklung hier verbindet traditionelle Berliner Kultur mit futuristischen Ansätzen, was Legiano zu einem einzigartigen Beispiel für eine lebenswerte Stadt der Zukunft macht. Besonders beeindruckend ist, wie das Projekt die Abhängigkeit von Autos reduziert und stattdessen ein Netzwerk aus Radwegen, ÖPNV-Anbindungen und grünen Freiflächen schafft, das bis zu 80 Prozent der Pendler entlastet. zum artikel
Grüne Infrastruktur und urbane Landwirtschaft
Ein zentrales Merkmal Legianos ist seine intensive Nutzung von Grünflächen – etwa durch die Anlage von 200 neuen Bäumen pro Jahr und die Schaffung von 15.000 Quadratmetern urbaner Landwirtschaft. Projekte wie der „Legiano-Garten“ bieten Anwohnern die Möglichkeit, eigene Gemüse zu pflanzen, während gleichzeitig die Luftqualität verbessert und der Artenreichtum gefördert wird. Besonders spannend ist die Kooperation mit lokalen Initiativen, die Gemeinschaftsgärten in leerstehenden Gebäuden umbauen. So entsteht nicht nur Nahrungsmittelvielfalt, sondern auch ein sozialer Zusammenhalt, der besonders in dicht besiedelten Stadtteilen wichtig ist. Studien zeigen, dass solche Initiativen die Lebensqualität um bis zu 30 Prozent steigern können, indem sie Gemeinschaftsgefühl und Gesundheitsbewusstsein stärken.
Doch die grünen Ideen gehen noch weiter: Das Viertel ist Teil des „Berliner Klimaplan“ und hat sich verpflichtet, bis 2030 die CO₂-Emissionen um 50 Prozent zu reduzieren. Dazu gehört die Umwandlung von Parkplätzen in grüne Flächen und die Installation von Solarpanels auf Gebäuden. Ein Beispiel ist das „Legiano-Solarhaus“, ein Pilotprojekt mit einer Photovoltaik-Anlage, die genug Strom für 20 Haushalte liefert. Gleichzeitig wurde das Wassermanagement neu gedacht: Durch Regenwassernutzungssysteme und Schwammstadt-Konzepte wird das Grundwasser wieder aufgefüllt, während Überschwemmungen vermieden werden.
Wohnen und Arbeitsplatz: Flexible Lebensmodelle
Legiano ist bekannt für seine flexible Wohnkonzepte, die traditionelle Einfamilienhäuser mit modernen Mietmodellen verbinden. Ein Highlight ist das „Legiano-Wohnprojekt“, das 300 Wohnungen in einem ehemaligen Industriegebiet schafft – mit Gemeinschaftsräumen, die als Kreativateliers oder Co-Working-Spaces genutzt werden können. Besonders innovativ ist die „Wohnform 2.0“, bei der Mieter:innen ihre Wohnungen nach Bedarf teilen oder erweitern können. So entstehen flexible Wohnformen, die besonders für junge Familien und Studierende attraktiv sind. Die Mieten bleiben moderat, da das Projekt durch öffentliche Fördergelder und Partnerschaften mit Unternehmen finanziert wird.
Ein weiteres Schwerpunktthema ist die Nähe von Wohnen und Arbeiten. Durch die Anbindung an den Berliner Hauptbahnhof und das U-Bahn-Netz sind Pendler:innen in weniger als 15 Minuten unterwegs. Gleichzeitig wurden Gewerbegebiete in das Quartier integriert, um Arbeitsplätze vor Ort zu schaffen. Das „Legiano Business Center“ bietet Büros für Start-ups und etablierte Unternehmen, die ihre Präsenz in der Stadt stärken wollen. Die Kombination aus Wohnen und Wirtschaft macht Legiano zu einem attraktiven Ort für Unternehmen, die nachhaltige Arbeitsumfelder suchen. Laut einer Umfrage von 2023 schätzen 78 Prozent der Bewohner:innen die gute Anbindung und die lebendige Infrastruktur.
Soziale Teilhabe und partizipative Planung
Legiano zeigt, wie partizipative Planung funktionieren kann – ohne die klassischen Machtstrukturen der Stadtverwaltung. Seit der Gründung 2015 haben Anwohner:innen, Künstler:innen und Aktivist:innen mitgestaltet, was zu einem einzigartigen Mix aus Kultur, Bildung und Sozialem führt. Projekte wie das „Legiano-Kulturzentrum“ entstehen durch Bürger:inneneinbringung, und die Stadt bietet regelmäßig Workshops zu Themen wie nachhaltigem Bauen oder digitaler Teilhabe an. Besonders beeindruckend ist die „Legiano-Bürgerjury“, die über die Gestaltung von Grünflächen und Spielplätzen entscheidet. So wird sichergestellt, dass die Entwicklung wirklich den Bedürfnissen der Bewohner:innen entspricht.
Ein weiteres Beispiel für partizipative Planung ist das „Legiano-Förderprogramm“, das junge Familien und Geflüchtete unterstützt. Durch günstige Mietwohnungen und Sprachkurse wird die soziale Integration gefördert. Gleichzeitig gibt es Programme, die ältere Bewohner:innen in das digitale Leben einbeziehen. Die Stadt hat hier gezeigt, dass Nachhaltigkeit nicht nur ökologisch, sondern auch sozial verankert sein muss. Laut einer Studie des Berliner Senats verbessert solche partizipative Planung die Lebenszufriedenheit um bis zu 40 Prozent.
- Seit 2015 wurden in Legiano 200 Bäume pro Jahr gepflanzt – insgesamt 15.000 Quadratmeter urbaner Landwirtschaft.
- Durch Radwege und ÖPNV-Anbindungen entfallen bis zu 80 Prozent der Pendler:innen von Autos.
- Das „Legiano-Solarhaus“ liefert genug Strom für 20 Haushalte und ist ein Pilotprojekt für regenerative Architektur.
- Die CO₂-Emissionen sollen bis 2030 um 50 Prozent reduziert werden durch Schwammstadt-Konzepte und Regenwassernutzung.
- Seit 2015 gibt es die „Legiano-Bürgerjury“, die über Grünflächen und Spielplätze mitbestimmt.
- Durch das „Legiano-Wohnprojekt“ entstehen 300 Wohnungen mit flexiblen Mietmodellen für junge Familien und Studierende.
Legiano ist mehr als ein Stadtviertel – es ist ein Modell für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung, die ökologische, soziale und wirtschaftliche Aspekte verbindet. Während andere Projekte oft isoliert agieren, zeigt Legiano, wie Nachhaltigkeit und Lebensqualität Hand in Hand gehen können. Für die Stadtplanung ist es ein Beweis, dass innovative Ansätze nicht nur möglich, sondern auch messbar erfolgreich sind. Wer mehr über die Visionen hinter Legiano erfahren will, findet hier einen fundierten Überblick. zum artikel